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Artgerechte Jungpferdeaufzucht• Fütterung• Haltung • Erziehung - was MUSS, was kann? Fütterung der JungpferdeGerade bei Jungpferden ist eine bedarfsgerechte Fütterung mehr als wichtig! Unsere robusten Jungpferde sollten auf keinen Fall mit 2 kg Fohlenstarter täglich hochgepuscht werden, denn dies schadet dem Knochenwachstum mehr, als das es nutzt! Für Fohlen gilt das Gleiche wie für ein erwachsenes Pferd, Rauhfutter ist die Grundnahrung und sollte immer ausreichend zur Verfügung stehen! Am besten bewährt hat sich für Jungpferde Heu zur freien Verfügung! Dazu ein gutes Mineralfutter (z.B. Junior-Mineral von Lexa), damit die Mineralstoffzufuhr stimmt! In besonderen Lebensabschnitten kann es nötig sein, dem Fohli etwas Kraftfutter anzubieten, oder man möchte ihm einfach etwas füttern, weil die anderen Pferde eben auch etwas bekommen. Auch hier gilt bei unseren Tinkern, weniger ist MEHR!Haltung der JungpferdeJunge Pferde gehören in eine Gruppe! Ein junges Pferd hat meiner Meinung nach nichts in einer Box verloren, über Nacht mag es tragbar sein, aber auf keinen Fall in eine Boxenhaltung, wie es in vielen Ställen leider auch heutzutage noch praktiziert wird! Kann man selbst diese Haltungsart seinem Jungpferd nicht bieten, so sollte man sich nach einem gut geführten Stall umsehen. Die Haltung in einer Offenstallgruppe mit gleichaltrigen Spielgefährten, älteren “Erziehern” und jüngeren Mitgliedern stellt für mich persönlich das Optimum dar, ist aber in vielen Fällen nicht machbar. Die jungen “Wilden” lernen so ganz normales Herdenverhalten und werden bestens geprägt und sozialisiert.Erziehung der JungpferdeViele Leute, die sich ein Fohlen kaufen, vergessen etwas entscheidendes! Sie kaufen sich ein BABY, das sollte man auch beachten und beherzigen. ;-)Bis zum Alter von drei Jahren gehört ein Pferd in eine Gruppenhaltung, mit regelmäßigem menschlichem Kontakt und spielerischen Übungen. In Einzelfällen kann man auch einen kleinen “Clown” erwischen oder eben ein arbeitseifriges Jungpferd! Dies kann und darf man gerne fördern, aber alles mit Maß und Ziel! Kleine kurze Trainingssequenzen und bitte nur spielerische Dinge erarbeiten. Hierzu eignen sich manche Bodenarbeitsübungen, manche Zirkuslektionen und ganz besonders das Clicker-Training. Ein Fohlen sollte die wichtigsten Dinge kennen und das sind: • Hufschmied (Hufe geben) • Halfter an- und ausziehen • sich führen lassen • anbinden lassen Alles andere ist nebensächlich und kann aufgebaut werden! Wenn Sie sich ein Fohlen anschauen und an dem Tag klappt das Hufegeben nicht so gut, machen Sie sich keinen Kopf. Zuhause, mit Liebe und Geduld wird auch dies zu erreichen sein. Bei Fohlen arbeitet man immer in kleinen Schritten und setzt sich kleine, leicht erreichbare Ziele! Fohlen sind wie Welpen und kleine Kinder, sie versuchen auf charmante Art und Weise ihre Grenzen auszuloten und da muss man sehr aufpassen, dass man dem Charme der lieben Kleinen nicht vollständig erliegt. Gerade Hengstfohlen fangen gerne mal an zu Testen, indem sie anfangen zu schnappen und zu treten! Nun heißt es beherzt sein und schnell reagieren. Will das Fohlen beißen, so erzielt man eine gute Wirkung durch einen “Schnick” mit dem Strickende, oder auch durch einen Klaps… nicht zu zaghaft sein, denn man sollte sich immer vor Augen führen, dass ein Mensch niemals so hart schlagen oder treten kann, wie die Pferde untereinander! Manche Menschen sind gegen eine solche “Gewaltanwendung”, da sie meinen, die Fohlen würden Kopfscheu werden. Dies kann ich nicht bestätigen. Ein kurzer Klapps sorgt in den meisten Fällen schneller für Ruhe, als 100 mal NEIN zu sagen! Für mehr Informationen und Tipps startet bitte einen Thread. |

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